Wir

Die Ideen des jüdischen Religions- und Dialogphilosophen Martin Buber (1878–1965) sind aktueller denn je. Bubers Denken und Forschen galt dem »echten Gespräch«, welches er auf vielen Ebenen bedroht sah. Buber geht es darum, mit der Ich-Du-Beziehung ein Weltverhältnis sichtbar zu machen und wiederzugewinnen, welches nicht auf einseitige Nutzungs-und Machtintereressen ausgerichtet ist. Dies gilt für das zwischenmenschliche Verhältnis, für das Verhältnis des Menschen zur Natur und für die Beziehung zur Kunst. Für Buber haben alle Dialoge eine religiöse Dimension, insofern alle „Linien der Beziehung“ im „ewigen Du“ zusammenlaufen.

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Briefmarke zum 100. Geburtstag (1978)

Bubers Bemühen ging dahin, gerade in schwierigen Situationen dem Dialog zum Durchbruch zu verhelfen, sei es in persönlichen zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso oder im politischen, sozialen und religiösen Bereich. Besondere Anliegen waren Buber der Dialog mit dem Christentum, der Dialog zwischen den Generationen und die Verständigung zwischen Israelis und Arabern. Die Notwendigkeit des letzteren erfuhr Buber, der ab 1938 als Professor für Sozialphilosophie an der von ihm mitgegründeten Hebräischen Universität Jerusalem wirkte, sehr hautnah.

Die Martin Buber-Gesellschaft, die im Februar 2000 in Heidelberg gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bubers Gedankenwelt in ihrer ganzen Breite zu erschließen und zu vermitteln; sie möchte zeigen, dass sein Denken gerade angesichts neuer Herausforderungen und Probleme von Bedeutung ist.

Der Mitgliedsbeitrag in der Martin Buber-Gesellschaft beträgt 40 Euro pro Jahr und Person mit besonderen Konditionen für Auszubildende, Studierende und Lebenspartner/innen. Im Jahresbeitrag ist der Bezug der Zeitschrift Im Gespräch enthalten. Willkommen als Mitglieder sind alle, die am »echten Gespräch« im Sinne Martin Bubers interessiert sind.

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